Behind the Scenes: InGe-Online
Weiterentwicklung der BAMF-Schnittstelle InGe-Online in stepnova
Softwareentwicklung besteht selten nur aus Code. Hinter neuen Funktionen stehen Diskussionen, Ideen, Herausforderungen, spontane Anpassungen und vor allem Menschen, die gemeinsam an einer Lösung arbeiten.
In den vergangenen Monaten hat unser Team an der Weiterentwicklung der BAMF-Schnittstelle InGe-Online innerhalb von stepnova gearbeitet. Ziel des Projekts war es, einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung der Kursabschnittsabrechnung umzusetzen und bestehende manuelle Prozesse deutlich zu vereinfachen.
Warum dieses Projekt wichtig war
Wie bei der Bundesagentur für Arbeit gibt es auch vom BAMF technische Vorgaben. Diese betreffen die Schnittstelle InGe-Online, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Umsetzung stand die Digitalisierung der Kursabschnittsabrechnung. Bislang wurden dafür Excel-Listen über Druckbereiche mit Textmarken innerhalb von stepnova generiert. Dieser Prozess war funktional, aber in vielen Bereichen umständlich und wenig intuitiv.
Mit der neuen Umsetzung wird dieser Schritt direkt in die Software integriert. Dadurch wird die Nutzung übersichtlicher, schneller und besser in den bestehenden Arbeitsalltag eingebunden.
Vor allem für Pädagoginnen, Pädagogen und Fachkräfte, die täglich mit stepnova arbeiten und Maßnahmeteilnehmende verwalten, bedeutet das eine spürbare Erleichterung.
Der Blick auf bestehende Strukturen
Bevor die eigentliche Entwicklung begann, wurde der bestehende Bereich der BAMF-Schnittstelle InGe-Online zunächst umfassend analysiert.
Dabei ging es nicht nur darum, neue Funktionen einzubauen, sondern auch bestehende Verhaltensweisen, Abläufe und Strukturen zu verstehen. Viele Entscheidungen mussten darauf abgestimmt werden, dass sich neue Elemente sinnvoll in die bestehende Software integrieren und gleichzeitig vertraut für Nutzerinnen und Nutzer bleiben.
Für die Planung und Konzeption wurden mit Projektplanungsprogrammen erste Prototypen und Skizzen erstellt. Dadurch konnten neue Ansätze früh bewertet und diskutiert werden.
Ein besonders wichtiger Bestandteil war dabei der enge Austausch zwischen Entwicklung und Kundensupport. Viele Entscheidungen wurden nicht ausschließlich technisch getroffen sondern immer auch mit Blick auf die tatsächliche Nutzung im Alltag.
Zwischen UX-Diskussionen und großen Tabellen
Ein zentraler Teil des Projekts waren Diskussionen rund um UX und Bedienbarkeit.
🔹Wie lassen sich große Tabellen sinnvoll darstellen?
🔹Wie bleibt die Oberfläche trotz neuer Funktionen übersichtlich?
🔹Und wie integriert man zusätzliche Informationen, ohne bestehende Abläufe unnötig kompliziert zu machen?
Gerade die Darstellung der neuen Tabellen brachte einige Herausforderungen mit sich. Um die Inhalte besser lesbar darzustellen, wurde die Transaktion größer aufgebaut als in anderen Bereichen der Software. Gleichzeitig musste darauf geachtet werden, dass die Oberfläche weiterhin sauber und verständlich wirkt.
Nicht jede Entscheidung war sofort perfekt. Manche Lösungen wirkten erst nach der Umsetzung unelegant und wurden anschließend direkt angepasst und verbessert. Genau diese kontinuierliche Überarbeitung war ein wichtiger Teil des Projekts.
Zusammenarbeit im Team
Das Projekt wurde von Februar bis Anfang Mai umgesetzt.
Neben Product Owner Enno Wendt waren noch mehrere Softwareentwickler beteiligt, zudem unsere BAMF-Expertin und unsere Software-Testerin.
Dabei kamen unterschiedliche fachliche Schwerpunkte zusammen. Besonders die technische Expertise rund um die bestehende InGe-Schnittstelle war für die Umsetzung unverzichtbar.
Gleichzeitig spielte auch die Zusammenarbeit im Team eine große Rolle. Unterstützung bei Engpässen wurde von allen Beteiligten getragen. Dadurch konnten Herausforderungen schneller gelöst und Belastungen im Projektalltag besser abgefangen werden.
Das Projekt verlief über weite Strecken strukturiert und ruhig, auch wenn es zum Ende hin, wie so oft in Softwareprojekten, nochmal turbulent wurde. Zusätzlich kam nach Projektstart noch eine weitere Anforderung hinzu, die ebenfalls integriert werden musste.
Trotzdem konnte das Team die Umsetzung erfolgreich abschließen.
Technische Herausforderungen
Die technische Grundlage von stepnova besteht aus einer Kombination aus Java Spring Boot, JavaScript und GDSL.
Besonders die bestehende und komplexe Berechtigungsstruktur innerhalb der Software stellte eine Herausforderung für die Erweiterung der Schnittstelle dar. Neue Funktionen mussten so integriert werden, dass bestehende Prozesse stabil bleiben und gleichzeitig neue Anforderungen zuverlässig umgesetzt werden können.
Während der Entwicklung unterstützten interne Prozesse der Qualitätssicherung, Usability-Tests und der enge Austausch im Team dabei, viele Details weiter zu verfeinern.
Mehr als nur eine neue Funktion
Für unseren Product Owner Enno Wendt war es zudem das erste eigenständig betreute Projekt dieser Größenordnung.
Gerade deshalb war die Motivation groß, nicht nur eine technische Anforderung umzusetzen, sondern eine langfristige und nachhaltige Lösung zu schaffen, die den Arbeitsalltag der Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich verbessert.
Am Ende zeigt das Projekt vor allem eines:
Hinter jeder neuen Funktion stehen Menschen, Zusammenarbeit und viele kleine Entscheidungen, die gemeinsam dafür sorgen, dass Software im Alltag zuverlässig funktioniert. Einen großen Dank ans Team und alle Beteiligten, die bei der Lösungsfindung und Entwicklung beteiligt waren!